Stakeholder ermitteln: Sind alle Interessen und Erwartungen berücksichtigt?

Für eine erfolgreiche Umsetzung Ihres Projekts ist entscheidend, dass Sie alle Stakeholder – also alle  relevanten Einflussgruppen, Institutionen oder Personen – von Beginn an einbeziehen.
Mithilfe einer Stakeholderanalyse können Sie herausfinden ...
  • wer die relevanten internen und externen Stakeholder Ihres Projekts sind,
  • welche Erwartungen, Hoffnungen oder Befürchtungen diese haben, und
  • inwiefern sie das Projekt positiv oder negativ beeinflussen können.
Interne Stakeholder sind die Zielgruppen, an die sich das Projekt wendet, die Projektleitung sowie die Projektmitarbeitenden. Externe Stakeholder sind GeldgeberInnen, politische EntscheidungsträgerInnen, VertreterInnen der öffentlichen Verwaltung, andere Organisationen, Personen, die von dem Projekt indirekt betroffen sind, Bürgerinitiativen, VertreterInnen von Interessengruppen und Betroffenenvereinigungen.
Die Vorlage hilft Ihnen, einen Überblick über Ihre Stakeholder zu gewinnen. Auf der zweiten Seite ist die Vorlage für das Projektbeispiel PAFF ausgefüllt.
  • Stakeholderanalyse in der Praxis: Beispiel PAFF

    Direkte Zielgruppe bei PAFF sind Jugendliche auf ihrem Weg in die Ausbildung. PAFF wendet sich dabei gezielt an die HauptschülerInnen im Stadtteil, bei denen davon auszugehen ist, dass sie ohne individuelle Unterstützung erwerblos bleiben. Bei der Bedarfserhebung wurden LehrerInnen sowie die Jugendlichen selbst befragt. Die meisten Jugendlichen stammen aus bildungsfernen Familien, viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund. PAFF hat sich deshalb dafür entschieden, SchülerInnen bereits ab dem vorletzten Jahrgang zu betreuen. Denn ein Learning aus dem Vorläuferprojekt war, dass das letzte Schuljahr zu kurz ist, um den individuellen Bedarfen gerecht zu werden. Wichtig für den Projekterfolg von PAFF ist, dass die Bedarfsanalyse für jeden Teilnehmenden individuell erfolgt. Das geschieht in Einzelgesprächen und per Fragebogen. Gleichzeitig recherchiert PAFF, wie sich die Bedarfe der SchülerInnen über die Jahre verändert haben. Die Auswertung ergibt, dass seit drei Jahren verstärkt Nachhilfe im Fach Deutsch nötig ist. Bereits kurz nach Projektstart zeigt sich, dass PAFF eine ungleich höhere Wirkung erzielt, wenn die Eltern der Jugendlichen deren Projektteilnahme unterstützen. Die Eltern sind damit als indirekte Zielgruppe identifiziert, und es werden verschiedene Maßnahmen konzipiert, um sie aktiv und dauerhaft einzubinden. Die genaue Stakeholderanalyse finden Sie auf S. 2 des oben verlinkten PDF.